Das Erscheinen von Influencern begann mit dem Aufstieg und dem zunehmenden Stellenwert der sozialen Medien. Unter einem Influencer (vom Englischen: influence = beeinflussen) versteht man eine Person die aufgrund ihrer starken Präsenz und hohen Ansehens in den soziale Medien für Werbung und Vermarktung in Frage kommt. So zum Bespiel eine Modebloggerin, die auf ihren Fotos bestimmte Marken trägt, und somit ihr Publikum zum Kauf dieser Marken anregt. Oder auch Personen der Öffentlickeit, wie Musiker oder Sportler usw, die eine hohe Aktivität in sozialen Netzwerken und damit eine große Anzahl Follower haben.

Die großen Marken erkannten schnell, dass diese Personen eine wertvolle Werbefläche darstellen können. Sie verkörpern die Zielgruppe und praktizieren die digitale Mundpropaganda. Persönliche Empfehlungen (oder zumindest welche, die sich so anfühlen) haben einen enormen Einfluss auf das Konsumenten-verhalten und – vertrauen. Das ganze nennt man dann Influencer-Marketing, oder auch Multiplikatoren-Marketing In einer Zeit in der traditionelle Werbemittel wie zum Beispiel, TV -Werbespots, immer mehr an Glaubwürdigkeit verlieren ist es Zeit die “neuen” Kanäle warzunehmen und zu nutzen. Und immer mehr Werbeagenturen und Unternehmen tun dies auf eine kreative erfrischende Weise. Wie zum Bespiel Red Bull. Die haben bereits 2015 das Potenzial von der sozialen Plattform Snapchat entdeckt.

snapchat

SnapChat

Für alle die nicht wissen was Snapchat ist:

Snapchat ist eine soziale Plattform auf der man Fotos und Videos hochladen kann. Der besondere Clou dabei ist, dass die Beiträge, einmal angeklickt, nur einmal zu sehen sind und zwar nur für 10 sekunden. Snapchat hat mittlerweile um die 100 Millionen tägliche Nutzer (zwischen 25 und 54 Jahre alt), mit unglaublichen 7 Milliarden angesehenen Videos jeden Tag. Red Bull gab seinen Snapchat-Account einen Tag lang in die Hände des kanadischen Profisnowboarders Mark McMorris, der dann über diesen Account einen Tag lang seinen Alltag auf dem Board dokumentierte. Mc Morris, als Extremsportler, verkörperte die Marke und den Lifestyle, die diese transportiert, in perfekter Weise. Für Red Bull, der optimal gewählte Influencer. Und als Kirsche auf der Torte bekam Red Bull Mc Morris’ Follower auch noch hinzu. Hier der Link zur Mark McMorris Story
Snapchat zählt zu den authentischsten der sozialen Netzwerke, da dessen Inhalt so unmittelbar ist, ohne Filter und Likes oder Share funktion. Eine Momentaufnahme, weswegen es enorm wichtig ist, dass der Influencer zu der Marke passt. Würde der Influencer die Marke nicht verstehen, könnte das auf Snapchat nur schwer unbemerkt bleiben. Doch mit dem richtigen Influencer präsentiert, kann es einem Produkt einen regelrechten Boost verschaffen.
Das beweist auch eine andere Kampagne zum Start des Starwars Films “The Force awakens”, im letzten Jahr. Fünf verschiedene Influencer wurden angeheuert, in ihren Snaps eine Story mit dem kleinen Druiden BB-8 einzubauen. Sphero, die Firma hinter dem Spielzeug Roboter, hatte so mehr als 10 Millionen Views innerhalb eines Tages und BB-8 war innerhalb kürzester Zeit in den USA ausverkauft.

Fazit:

Klug platziert kann Snapchat also eine echte Bereicherung für eine Kampagne darstellen, ist jedoch aufgr-und seiner Beschränkungen eine nicht ganz einfache Angelegenheit, und sollte gut durchdacht sein.