Die olympischen Spiele 2020 in Tokyo sind nicht mehr weit entfernt und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Heute wurden die 50 neuen Piktogramme veröffentlicht. Sie sind eine Hommage an die ersten olympischen Piktogramme überhaupt von den Spielen 1964 in Tokyo.

An ihrem Design hat der japanische Designer Masaaki Hiromura 2 Jahre lang gearbeitet. Insgesamt entwickelte er Piktogramme für 33 Sportarten. Teilweise mit mehreren Piktogrammen für eine Sportart. Farblich hielt man sich an das Blau und weiß des Tokyo 2020 Emblems.

1964 leisteten die beiden Designer Masasa Katzumie und Yoshiro Yamashita echte Pionierarbeit. Um mit dem internationalen Publikum auch ohne gemeinsame Sprache und Schrift kommunizieren zu können, entwickelten die findigen Designer eine universelle Sprache. Die Piktogramme. Die grafischen, effizienten Symbole stellten die verschiedenen Wettkämpfe dar, und kommunizierten außerdem mit den Zuschauern.
Die Designer entwickelten damals Piktogramme für 20 Sportarten und 39 weitere für Infos rund um die Spiele. Auch damals benutzten sie einfache, schematische Formen um Silhouetten verschiedener Sportler darzustellen.


Piktogramme von 1964

Die Piktogramme haben seitdem einen regelrechten Siegeszug hingelegt. Seit 1964 werden nämlich für alle olympischen Spiele neue Piktogramme entwickelt. Zum Beispiel auch von der deutschen Designlegende Otl Aicher für die Spiele 1972 in München.

Hiromura sagt selbst über seine Arbeit: „ Es ist eine echte Ehre an den Piktogrammen von Tokyo 2020 mitgearbeitet zu haben. Ich habe versucht die dynamische Schönheit der Athleten mit diesen Piktogrammen auszudrücken, und gleichzeitig das Erbe der Designpioniere von 1964 zu respektieren. Ich hoffe, dass diese Piktogramme Menschen inspirieren werden und helfen eine Begeisterung für die verschiedenen Sportarten aufzubauen.“

 

Bildquelle: www.dezeen.com, www.designtagebuch.de