Es sollte jeder mal in seinem Müll baden um zu verstehen wie verschwenderisch wir leben. Das dachte sich der konsumkritische amerikanische Fotograf Gregg Segal bei seinem Projekt „7 days of garbage“, bei dem er verschiedenste Menschen tatsächlich im eigenen, in einer Woche produzierten Müll, hat baden lassen.

 

Obwohl es scheint dass immer mehr Menschen bewusster mit Müll umgehen, Supermärkte und andere Läden oft auf Plastiktüten verzichten und wir brav unseren Kaffee-„to go“ Becher aus Bambus zum Bäcker mitbringen, ist laut des Umweltbundesamts (UBA) die Müllproduktion in Deutschland 2018 um 3 % zum Vorjahr gestiegen. Insgesamt 18, 7 Millionen Tonnen Verpackungsmüll. Das heißt dass jede Person in diesem Land 226,5 kg Abfall verursacht hat. Knapp die Hälfte ging tatsächlich durch unsere Hände, die andere Hälfte stammt von Industrie und Gewerbe.

Unser Müllproblem ist sehr einfach zu ignorieren. Denn wenn er erst mal im Mülleimer gelandet und damit aus den Augen ist, so ist der Müll auch meistens aus dem Sinn. Segal bat seine Models für diese Serie eine Woche lang ihren Müll zu sammeln und mit in seinen Garten zu bringen wo diese Fotos entstanden.
„Vielleicht werden diejenigen, die sich meine Bilder ansehen, innehalten und darüber nachdenken, wie viel Müll sie jede Woche produzieren. Hat erst mal ein Denkprozess gestartet, kann ein Gespräch beginnen – und am Ende vielleicht sogar das eigene Konsumverhalten hinterfragt werden“, sagt Segal.

 

Bildquelle: www.greggsegal.com