Am 21. Juli 1969 landeten Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen auf dem Mond. Bevor Herr Armstrong vor 50 Jahren seinen kleinen Schritt, auf den staubigen Monduntergrund machen konnte, war allerdings einiges an Vorarbeit nötig. Denn wer ein bestimmtes Ziel erreichen will, braucht eine Karte.
Zum Jahrestag der ersten Mondlandung hat die Londoner „antique-map gallery“ und „The Map House“ eine Ausstellung organisiert, in der Karten des Mondes aus dem 17. Jahrhundert bis hin zur Mondlandung 1969 gezeigt werden. Insgesamt kamen 80 Karten und 20 Mond-Globen zusammen. Viele Wissenschaftler haben schon bis zu 300 Jahre vor der Apollo11, versucht möglichst genaue Karten unsres benachbarten Himmelskörpers anzufertigen. Schon Jahrtausende lang wurde der Mond zur Orientierung benutzt, und versucht zu entschlüsseln. Doch erst seit der Erfindung des Teleskops, ist es den Menschen möglich die unglaublichen Details auf der Oberfläche des Mondes zu erkennen.

Eine Karte in der Sammlung war für die Apollo 11 Mission von besonderer Bedeutung.
Die „USAF Lunar Wall Mosaic by the United States Air Force Aeronautical Chart and Informational Service (ACIC)“

Laut der NGA (heutige Defense Mapping Agency) wurde die Karte aus 281 der besten Mondfotos und über 1200 Teleskop Beobachtungen zu einem detaillierten Mosaik zusammengesetzt. Daraus entstand ein erstaunlich akkurates Abbild der Mondoberfläche, anhand dessen die Amerikaner Entfernungen messen konnten und ihre Routen und den Landeplatz auswählten. Diese Karte hat also maßgeblich zur ersten bemannten Landung auf dem Mond beigetragen.
Einige der früheren Karten sind von geringerer wissenschaftlicher Bedeutung aber auf jeden Fall schön anzuschauen.

Die Ausstellung „The Mapping of the Moon: 1669 – 1969“ ist noch bis 21. August in London zu bewundern.

 

 

Bildquelle: dezeen.com