Die kleinen goldenen Statuen wurden auch dieses Jahr wieder an ihre überglücklichen neuen Besitzer verteilt. Der Preis für das beste Kostüm ging verdientermaßen an die Kostümdesignerin Ruth E Carter für das Gewand der Queen Ramonda in dem Marvel Feature Black Panther.

Der an den Kinokassen sehr erfolgreiche Film spielt in einem futuristisch, technologisch weit entwickeltem Afrika. Auch wegen der fast ausschließlich Afro-amerikanischen Besetzung, wurde er als bahnbrechend bezeichnet. Queen Ramonda, die von der Schauspielerin Angela Bassett, verkörpert wurde, trug eine Kombination aus Krone und Schultermantel. Die aufwendig gefertigte Kombi wurde in Zusammenarbeit von Ruth E Carter und der Designerin Julia Körner, mit Hilfe von 3D-Druck, gefertigt. Julia Körner fertigte bereits zuvor 3D-gedruckte Haute-couture für Iris Van Herpen and Chanel. Bei einer der Shows in Paris wurde Carter auf sie aufmerksam.
Als Inspiration für die beige Kopf-Schulter Kombi der Queen, dienten den beiden Frauen, traditionelle Kleidung afrikascher Zulu Stämme und die Hüte, die verheiratete Frauen dort tragen.
Die aufwendige Struktur wurde durch eine 3D-Druck Technik, namens SLS, möglich. Wer sich für die technischen Details interessiert, kann diese hier nachlesen. Gefertigt wurde das Design von der belgischen Firma Materialise.
Obwohl die Stücke sehr fragil wirken sind sie überraschend flexibel und doch gleichzeitig stabil. Anscheinend konnte Schauspielerin Basset sogar darin tanzen.

In einem Interview von 2014, spricht Designerin und Architektin Körner über die Vorteile von Technologien wie 3D-Druck.
Neben bestem Kostüm heimste Black Panther außerdem den Oscar für Best Production und Best Original Music Score, ein. Außerdem Nominierungen für Best Sound Mixing und Best Sound Editing.

 

Bildquelle: dezeen.com